Montag, 5. Juli 2010

nowhere fast

Ich brauche mehr Jenny in meinem Leben. Bei genauerer Betrachtung braucht wohl jeder mehr Jenny in seinem Leben. Deshalb ... hier, habt mehr Jenny:


Prolog

"... und deshalb, oh edle Atheardi, hat der Hohe Rat der Xedayari beschlossen, niemand anderen als Euch zur War'nyu von T'moshin zu ernennen. Auf dass Ihr mit Euren mächtigen Verbündeten, zum Kratersee Moronusk ziehen und den bösartigen Lord Vershycha mit Eurem Tasq besiegen könnt. Bevor er in der Lage ist, den geheiligten Ocheemarid zu stehlen und mit seiner Hilfe die Macht über das ganze Reich Ightbani an sich zu reißen."

Jenny Rivers stierte die kaum daumenlange, geflügelte Kreatur, die, ekelerregend hoffnungsvoll lächelnd, auf Nasenhöhe in der Luft vor ihr schwebte, aus blutunterlaufenen Augen an.

Und klatschte einmal kräftig in die Hände.

Das kleine, bunte Flimmerding dazwischen, das in seinem Leben vor Varelian mal Kevin Ottelmeyer gewesen war, Vorsitzender (und einziges Mitglied) der Hell's Angels Ortsgruppe von Glenn Cove, gab einen merkwürdigen Laut von sich und trudelte benommen zu Boden. Seine leuchtendbunten Artgenossen, die in respektvollem Abstand gewartet hatten, keuchten schockiert im Chor und schwirrten aufgeregt näher. Sie trauten sich jedoch nicht bis zu 'früher mal Kevin' vor, denn ein Knurren ließ sie kollektiv zurückschrecken.

Es stammte von dem eindeutig missgelaunten Mädchen vor ihnen, das jetzt fauchte:

"Lasst mich mal eins klar machen, ihr Krümelhirne. Ich werde jetzt wieder da rein gehen und mein Insektenspray holen." Sie deutete mit dem Daumen über die Schulter in Richtung des eindrucksvollen Bibliotheksgebäudes, das sich hinter ihr erhob. "Und dann komme ich wieder raus und wenn ihr Schrumpfdiscokugeln euch bis dahin noch nicht verpisst habt, verpasse ich jeder von euch kleinen Nervensägen eine volle Ladung, die euch auf einen Trip schickt, von dem ihr garantiert nicht wieder runter kommt."

Das Mädchen bleckte bedrohlich die Zähne und starrte den Glühwürmchenschwarm finster an.

"Oh ja und wenn ihr schon mal dabei seid, dann könnt ihr jeder Ranzflöte, die auf dem Weg hierher ist, um mich wieder mal zu ihrer Hohepriesterin, Kriegerfürstin, Auserwählten oder Königin des Bösen zu ernennen, gleich ausrichten, dass ich einen Baseballschläger habe und weiß, wie ich ihn benutzen muss. Verstanden, ihr Dumpfnillen?"

Jenny wartete gar nicht erst auf eine Antwort, sondern wirbelte schwungvoll um die eigene Achse und stapfte zurück zur Bibliothek. An deren breiter Freitreppe sie allerdings auch schon ihr mobiles Gewissen erwartete. Ellie Kniesel, seit zwölf Wochen tot, aber für Jenny immer noch nervig wie Fingernägel, die über eine Schiefertafel kratzten. Das bläulich-graue Gesicht besorgt verzogen, die Arme vor der Brust verschränkt, versperrte sie dem anderen Mädchen den Weg. Ein Mahnmal der bitteren Enttäuschung.

"Was'n dein Problem?", nölte Jenny, schlecht gelaunt wie immer.

Ellie seufzte und schüttelte den Kopf.

"Jenny", begann sie sanft. "Erinnerst du dich noch daran, wie wir letzte Woche darüber gesprochen haben, dass wir die Beziehungen zu unseren Nachbarn verbessern sollten, indem wir ein ... bisschen diplomatischer sind?"

Ihr Gegenüber glotzte sie ausdruckslos an, ohne sich auch nur im Geringsten an dieses Gespräch zu erinnern. Tatsache war, dass sie es in den letzten Wochen im Ignorier-den-Zombie - Spiel zu wahrer Meisterschaft gebracht hatte. Und im Übrigen fand Jenny, dass sie verdammt diplomatisch gewesen war. Was sie Ellie auch wissen ließ.

"Was denn? Ich hätte die kleinen Scheißer auch in einem Marmeladenglas fangen und an diese Monsterameisen drei Straßen weiter verfüttern können. Ich bin sicher, 'die' hätten das als echt nette nachbarschaftliche Geste aufgefasst."

Ellie seufzte einmal mehr und schüttelte den Kopf.

"Weißt du", sagte sie und gab sich für heute geschlagen. "Ich glaube wir müssen wirklich noch mal über deine Auffassung von Diplomatie reden. Ganz, ganz ehrlich."

Jenny schnaufte ein:

"Ja, was auch immer", und warf einen kurzen Blick über die Schulter hin zu den zarten Flügelwesen, die sich noch immer darum bemühten, ihren Sprecher aus der Bewusstlosigkeit zurück zu holen. Sie fuhr scharf herum und stieß ein lautes: "Buh!" aus, das die Winzlinge erschrocken auseinander stoben ließ.

Gemein grinsend sah Jenny dem Glühwürmchenschauer hinterher und fand bei sich, dass das hier letztlich doch unterhaltsamer gewesen war, als sie erwartet hatte.




+++++

Jap. Ich brauche mehr Jenny. ^-^

Sonntag, 11. April 2010

into deep

Gnagh - ich habe gerade festgestellt, dass mein Word - Korrekturprogramm offenbar nicht immer funktioniert. Mit Hilfe von Open Office - und dessen Korrekturprogramm ist ... nun ja. Es ist halt. O.o

Allerdings ist mir schleierhaft, warum Word Teile ein und desselben Dokuments wirklich durchsucht und andere komplett ignoriert. Gut, es ist noch die 2000er Version, aber das ist doch kein Grund. Hm. Und gemerkt habe ich das auch nur, weil ich mir noch mal den Text angeschaut habe, den ich letzte Woche mit so vielen Fehlern ausgedruckt habe.

Word hat nicht einen davon gemeldet und es waren richtige Fehler. Meh. Was mach ich jetzt? Open Office ist ein nettes Schreibprogramm, aber das Korrekturprogramm ist nun ja, wie schon gesagt, es ist halt. >.>

Dienstag, 6. April 2010

dancing on the ceiling

Also ich stelle einmal mehr fest, dass ich auch ganz gut ohne das Loch leben könnte das jedes Mal kommt, wenn ich eine Story fertig habe. O.o Nun ja - versuche ich eben wieder in Stimmung für das eigentliche Hauptprojekt zu kommen, an dem ich arbeite. Universehopping ist a-n-s-t-r-e-n-g-e-n-d. Was auch der Grund ist aus dem ich grundsätzlich nicht an zwei Geschichten zur selben Zeit arbeiten kann. Ich beneide Leute, die das können.

Im Moment bin ich noch stolz auf mich, dass ich für knapp 40.000 Wörter nur etwas über einen Monat gebraucht habe. Aber wie gesagt, das war jetzt auch nicht so wahnsinnig schwierig. Es gibt Geschichten, die schreiben sich halt quasi von alleine. Du setzt dich an den Rechner und 'bamm' - haust die Geschichte raus. Die dann auch noch Sinn macht. Naja ... so ein bisschen zumindest.

Dann gehts jetzt an den Endspurt für EH. Allerdings glaube ich nicht, dass ich die Geschichte jemals überarbeiten werde, wenn sie mal fertig ist. Dude - schon die Korrektur meiner neusten Story hat mich fast dazu gebracht meinen Kopf in den Monitor zu rammen. Wieder und wieder und wieder. -.- Wenn ich mir das Ganze mit ca. 200.000 Wörtern vorstelle ... nein. Nein, das möchte ich mir nicht mal vorstellen.

Puhhh - also eigentlich hätte ich gerne noch eine Weile im Cleoversum herumgespielt. Naja. Mal sehen, was nach EH wird. Obwohl ... da gibt es ja auch noch DL2 - die unvermeidliche Fortsetzung... I'm screwed. x.X

Montag, 5. April 2010

Wut~Zorn~Rage

Was ich wirklich, wirklich mehr hasse als alles andere am Schreiben ist die Nachbearbeitung. WTF!? Ich habe diesen Text gefühlte fünf Millionen Mal durchgearbeitet und korrigiert. Ich kann die achtzig Seiten jetzt auswendig. Und was ist? Kaum drucke ich ihn mit dem letzten Rest Tinte aus, bevor der Drucker den Dursttod stirbt und schon springen mich die Tippfehler nur so an ...

Tippfehler ...

Tippfehler die ich eigentlich schon beseitigt hatte.

Wie.Zum.Geier.Kommen.Die.Wieder.Da.Rein????? O.o

Oh und natürlich noch ein paar mehr. Weil alles andere wäre ja nicht peinlich genug. So kann ich das eigentlich nicht verschenken. Menno. Manchmal macht das echt keinen Spaß. *geht zum weinen in die Ecke*

Mittwoch, 31. März 2010

Hm, hm, hm ...

...

Ich nähere mich mit großen Schritten dem Ende meines gegenwärtigen Projekts. Mit überraschend großen Schritten. Sehr viel größeren Schritten als erwartet, um genau zu sein. Und das gibt mir kein gutes Gefühl. Schlicht und ergreifend weil ich glaube, dass ich zu viel telle anstatt zu showen. Sozusagen.

Außerdem läuft mir die Nase. Börgs. :(

Vielleicht noch zehn, fünfzehn Seiten, dann bin ich durch. Sicherlich, Korrekturen und ein paar Textblöcke die ich noch einfügen muss, werden noch ein paar Wörter bringen, aber die Geschichte wird tatsächlich nur halb so lang werden, wie ihr Vorgänger. Nichts, was ich nicht schon wusste und in die Länge ziehen bringt es auch nicht. Trotzdem. Ich weiß nicht, ob die Sache wirklich rund wird.

Hm, hm, hm...

Aber die Dialoge sind klasse. *klopft sich selbst auf die Schulter*

Freitag, 12. März 2010

Roman oder Nichtroman, das ist hier die Frage!

Oder zumindest ein klischeetriefender-Blog-Titel.

Ich stelle mir im Moment jedenfalls die Frage, ab wievielen Worten ich einer Geschichte das Etikett 'Roman' aufkleben kann, ohne dass es ein Schwindel ist.

Hintergrund - nachdem ich zehn von siebenundzwanzig geplanten Szenen für mein aktuelles Projekt fertig habe und auf nur knapp zwölftausend Worte komme, beschleicht mich der leise Verdacht, dass ich vermutlich auf höchstens dreißig - vierzigtausend Worte kommen werde. Zu kurz für einen Roman, zu lang für eine Novelle/Short Story.

Problem - die Geschichte ist die Fortsetzung einer anderen Geschichte, d.h. das Universum wurde schon eingeführt und erläutert - mit unnötigen Zwischenszenen will ich das Ganze aber auch nicht aufblähen.

Hmmm. Decisions, decisions.

Donnerstag, 4. März 2010

WG - Träume

Es ist schon seltsam - ich weiß, dass ich schon bessere Sachen geschrieben habe und ein Rudel an Chars besitze, die tiefer sind und sehr viel besser ausgearbeitet... aber an diesem einen Universum zu arbeiten mit diesen zwei speziellen Figuren ist, als würde man nach einem langen anstrengenden Tag nach Hause kommen.

Wenn ich jemals gezwungen wäre, mit einigen meiner eigenen Charaktere zusammen ziehen zu müssen, würde meine Wahl unter Garantie auf diese beiden fallen. Ich müsste dann zwar so ziemlich alles alleine erledigen in unserer WG, aber das wäre es mir wert. *zeichnet kleine Herzchen*

Sie sind einfach so kooperativ, dass sie sich quasi von alleine schreiben, ohne dass es grottig wird. D'aww - was kann ein Autor sich sonst wünschen. Gut, es wäre prima, wenn sie auch die Toilette putzen würden, aber man kann ja nicht alles haben, richtig? Hach ja.

Samstag, 27. Februar 2010

Hello world!

Generischer Blog ist generisch ... aber wenigstens ist er/sie/es, da. Tja, man ist nie zu alt für Gruppenzwang, was? Irgendwie hat ja heute jeder eins dieser Dinger. Und nach einem lustigen Bowlingabend und einer dazu passenden Debatte dachte ich mir - hey, warum nicht? Es tut ja keinem weh.

Noch fühle ich mich auch nicht überfordert, was die Verwaltung dieses Dings betrifft. Huzzah. Oder so.

Jedenfalls werde ich auf dieser Seite nichts über mich oder mein Privatleben ausbreiten. Ja, wird sich so mancher jetzt denken. Wozu hat man denn sonst ein Blog? Ja ... Jahaa, das ist eine wirklich gute Frage und ich weiß nicht mal, ob ich es lange haben werde. Aber, es kann auch nicht schaden. Und deshalb werde ich es erst mal als Arbeitsblog nutzen - was mein so ziemlich wichtigstes Hobby betrifft. Das Schreiben!

Hah - ja, ich bin eine von denen! Es bringt nichts, vor uns flüchten zu wollen. Wir sind überall. Auf jeder, und ich meine wirklich jeder Blogplattform. Whoot, whoot! In diesem Sinne ... Widerstand ist zwecklos.

veone

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

and I wonder if I ever...
Jahaha sie ist nicht tot. \o/ Nur eine kleine Entschuldigung...
Veone - 12. Okt, 00:01
get up offa that thing
... so - das erste Kapitel für die Fortsetzung von...
Veone - 11. Dez, 13:51
kick off your sunday...
*** Hm. Decisions, decisions. Nachdem mein letztes...
Veone - 1. Dez, 20:53
beat it ...
OMG u guyz, ich hab mir einen neuen deviantart-account...
Veone - 19. Nov, 13:57
jippiee! freu mich schon...
jippiee! freu mich schon sehr darauf und werd mir wohl...
lokus (Gast) - 14. Nov, 11:53

Suche

 

Status

Online seit 5661 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 12. Okt, 00:01

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren