nowhere fast
Ich brauche mehr Jenny in meinem Leben. Bei genauerer Betrachtung braucht wohl jeder mehr Jenny in seinem Leben. Deshalb ... hier, habt mehr Jenny:
Prolog
"... und deshalb, oh edle Atheardi, hat der Hohe Rat der Xedayari beschlossen, niemand anderen als Euch zur War'nyu von T'moshin zu ernennen. Auf dass Ihr mit Euren mächtigen Verbündeten, zum Kratersee Moronusk ziehen und den bösartigen Lord Vershycha mit Eurem Tasq besiegen könnt. Bevor er in der Lage ist, den geheiligten Ocheemarid zu stehlen und mit seiner Hilfe die Macht über das ganze Reich Ightbani an sich zu reißen."
Jenny Rivers stierte die kaum daumenlange, geflügelte Kreatur, die, ekelerregend hoffnungsvoll lächelnd, auf Nasenhöhe in der Luft vor ihr schwebte, aus blutunterlaufenen Augen an.
Und klatschte einmal kräftig in die Hände.
Das kleine, bunte Flimmerding dazwischen, das in seinem Leben vor Varelian mal Kevin Ottelmeyer gewesen war, Vorsitzender (und einziges Mitglied) der Hell's Angels Ortsgruppe von Glenn Cove, gab einen merkwürdigen Laut von sich und trudelte benommen zu Boden. Seine leuchtendbunten Artgenossen, die in respektvollem Abstand gewartet hatten, keuchten schockiert im Chor und schwirrten aufgeregt näher. Sie trauten sich jedoch nicht bis zu 'früher mal Kevin' vor, denn ein Knurren ließ sie kollektiv zurückschrecken.
Es stammte von dem eindeutig missgelaunten Mädchen vor ihnen, das jetzt fauchte:
"Lasst mich mal eins klar machen, ihr Krümelhirne. Ich werde jetzt wieder da rein gehen und mein Insektenspray holen." Sie deutete mit dem Daumen über die Schulter in Richtung des eindrucksvollen Bibliotheksgebäudes, das sich hinter ihr erhob. "Und dann komme ich wieder raus und wenn ihr Schrumpfdiscokugeln euch bis dahin noch nicht verpisst habt, verpasse ich jeder von euch kleinen Nervensägen eine volle Ladung, die euch auf einen Trip schickt, von dem ihr garantiert nicht wieder runter kommt."
Das Mädchen bleckte bedrohlich die Zähne und starrte den Glühwürmchenschwarm finster an.
"Oh ja und wenn ihr schon mal dabei seid, dann könnt ihr jeder Ranzflöte, die auf dem Weg hierher ist, um mich wieder mal zu ihrer Hohepriesterin, Kriegerfürstin, Auserwählten oder Königin des Bösen zu ernennen, gleich ausrichten, dass ich einen Baseballschläger habe und weiß, wie ich ihn benutzen muss. Verstanden, ihr Dumpfnillen?"
Jenny wartete gar nicht erst auf eine Antwort, sondern wirbelte schwungvoll um die eigene Achse und stapfte zurück zur Bibliothek. An deren breiter Freitreppe sie allerdings auch schon ihr mobiles Gewissen erwartete. Ellie Kniesel, seit zwölf Wochen tot, aber für Jenny immer noch nervig wie Fingernägel, die über eine Schiefertafel kratzten. Das bläulich-graue Gesicht besorgt verzogen, die Arme vor der Brust verschränkt, versperrte sie dem anderen Mädchen den Weg. Ein Mahnmal der bitteren Enttäuschung.
"Was'n dein Problem?", nölte Jenny, schlecht gelaunt wie immer.
Ellie seufzte und schüttelte den Kopf.
"Jenny", begann sie sanft. "Erinnerst du dich noch daran, wie wir letzte Woche darüber gesprochen haben, dass wir die Beziehungen zu unseren Nachbarn verbessern sollten, indem wir ein ... bisschen diplomatischer sind?"
Ihr Gegenüber glotzte sie ausdruckslos an, ohne sich auch nur im Geringsten an dieses Gespräch zu erinnern. Tatsache war, dass sie es in den letzten Wochen im Ignorier-den-Zombie - Spiel zu wahrer Meisterschaft gebracht hatte. Und im Übrigen fand Jenny, dass sie verdammt diplomatisch gewesen war. Was sie Ellie auch wissen ließ.
"Was denn? Ich hätte die kleinen Scheißer auch in einem Marmeladenglas fangen und an diese Monsterameisen drei Straßen weiter verfüttern können. Ich bin sicher, 'die' hätten das als echt nette nachbarschaftliche Geste aufgefasst."
Ellie seufzte einmal mehr und schüttelte den Kopf.
"Weißt du", sagte sie und gab sich für heute geschlagen. "Ich glaube wir müssen wirklich noch mal über deine Auffassung von Diplomatie reden. Ganz, ganz ehrlich."
Jenny schnaufte ein:
"Ja, was auch immer", und warf einen kurzen Blick über die Schulter hin zu den zarten Flügelwesen, die sich noch immer darum bemühten, ihren Sprecher aus der Bewusstlosigkeit zurück zu holen. Sie fuhr scharf herum und stieß ein lautes: "Buh!" aus, das die Winzlinge erschrocken auseinander stoben ließ.
Gemein grinsend sah Jenny dem Glühwürmchenschauer hinterher und fand bei sich, dass das hier letztlich doch unterhaltsamer gewesen war, als sie erwartet hatte.
+++++
Jap. Ich brauche mehr Jenny. ^-^
Prolog
"... und deshalb, oh edle Atheardi, hat der Hohe Rat der Xedayari beschlossen, niemand anderen als Euch zur War'nyu von T'moshin zu ernennen. Auf dass Ihr mit Euren mächtigen Verbündeten, zum Kratersee Moronusk ziehen und den bösartigen Lord Vershycha mit Eurem Tasq besiegen könnt. Bevor er in der Lage ist, den geheiligten Ocheemarid zu stehlen und mit seiner Hilfe die Macht über das ganze Reich Ightbani an sich zu reißen."
Jenny Rivers stierte die kaum daumenlange, geflügelte Kreatur, die, ekelerregend hoffnungsvoll lächelnd, auf Nasenhöhe in der Luft vor ihr schwebte, aus blutunterlaufenen Augen an.
Und klatschte einmal kräftig in die Hände.
Das kleine, bunte Flimmerding dazwischen, das in seinem Leben vor Varelian mal Kevin Ottelmeyer gewesen war, Vorsitzender (und einziges Mitglied) der Hell's Angels Ortsgruppe von Glenn Cove, gab einen merkwürdigen Laut von sich und trudelte benommen zu Boden. Seine leuchtendbunten Artgenossen, die in respektvollem Abstand gewartet hatten, keuchten schockiert im Chor und schwirrten aufgeregt näher. Sie trauten sich jedoch nicht bis zu 'früher mal Kevin' vor, denn ein Knurren ließ sie kollektiv zurückschrecken.
Es stammte von dem eindeutig missgelaunten Mädchen vor ihnen, das jetzt fauchte:
"Lasst mich mal eins klar machen, ihr Krümelhirne. Ich werde jetzt wieder da rein gehen und mein Insektenspray holen." Sie deutete mit dem Daumen über die Schulter in Richtung des eindrucksvollen Bibliotheksgebäudes, das sich hinter ihr erhob. "Und dann komme ich wieder raus und wenn ihr Schrumpfdiscokugeln euch bis dahin noch nicht verpisst habt, verpasse ich jeder von euch kleinen Nervensägen eine volle Ladung, die euch auf einen Trip schickt, von dem ihr garantiert nicht wieder runter kommt."
Das Mädchen bleckte bedrohlich die Zähne und starrte den Glühwürmchenschwarm finster an.
"Oh ja und wenn ihr schon mal dabei seid, dann könnt ihr jeder Ranzflöte, die auf dem Weg hierher ist, um mich wieder mal zu ihrer Hohepriesterin, Kriegerfürstin, Auserwählten oder Königin des Bösen zu ernennen, gleich ausrichten, dass ich einen Baseballschläger habe und weiß, wie ich ihn benutzen muss. Verstanden, ihr Dumpfnillen?"
Jenny wartete gar nicht erst auf eine Antwort, sondern wirbelte schwungvoll um die eigene Achse und stapfte zurück zur Bibliothek. An deren breiter Freitreppe sie allerdings auch schon ihr mobiles Gewissen erwartete. Ellie Kniesel, seit zwölf Wochen tot, aber für Jenny immer noch nervig wie Fingernägel, die über eine Schiefertafel kratzten. Das bläulich-graue Gesicht besorgt verzogen, die Arme vor der Brust verschränkt, versperrte sie dem anderen Mädchen den Weg. Ein Mahnmal der bitteren Enttäuschung.
"Was'n dein Problem?", nölte Jenny, schlecht gelaunt wie immer.
Ellie seufzte und schüttelte den Kopf.
"Jenny", begann sie sanft. "Erinnerst du dich noch daran, wie wir letzte Woche darüber gesprochen haben, dass wir die Beziehungen zu unseren Nachbarn verbessern sollten, indem wir ein ... bisschen diplomatischer sind?"
Ihr Gegenüber glotzte sie ausdruckslos an, ohne sich auch nur im Geringsten an dieses Gespräch zu erinnern. Tatsache war, dass sie es in den letzten Wochen im Ignorier-den-Zombie - Spiel zu wahrer Meisterschaft gebracht hatte. Und im Übrigen fand Jenny, dass sie verdammt diplomatisch gewesen war. Was sie Ellie auch wissen ließ.
"Was denn? Ich hätte die kleinen Scheißer auch in einem Marmeladenglas fangen und an diese Monsterameisen drei Straßen weiter verfüttern können. Ich bin sicher, 'die' hätten das als echt nette nachbarschaftliche Geste aufgefasst."
Ellie seufzte einmal mehr und schüttelte den Kopf.
"Weißt du", sagte sie und gab sich für heute geschlagen. "Ich glaube wir müssen wirklich noch mal über deine Auffassung von Diplomatie reden. Ganz, ganz ehrlich."
Jenny schnaufte ein:
"Ja, was auch immer", und warf einen kurzen Blick über die Schulter hin zu den zarten Flügelwesen, die sich noch immer darum bemühten, ihren Sprecher aus der Bewusstlosigkeit zurück zu holen. Sie fuhr scharf herum und stieß ein lautes: "Buh!" aus, das die Winzlinge erschrocken auseinander stoben ließ.
Gemein grinsend sah Jenny dem Glühwürmchenschauer hinterher und fand bei sich, dass das hier letztlich doch unterhaltsamer gewesen war, als sie erwartet hatte.
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Jap. Ich brauche mehr Jenny. ^-^
Veone - 5. Jul, 00:33